Müllerhandwerk in sechster Generation

Mühlbergstraße 10 | 88459 Tannheim

Unsere Mühle

Wer wir sind

Wir, die Familie Graf, freuen uns, Ihnen einen Einblick in unsere traditionsreiche Getreidemühle am Tannenschorrenbach in Tannheim geben zu dürfen.
In sechster Generation stellen wir hier mit der Kraft des Wassers und großer Sorgfalt hochwertige Mehle aus Dinkel, Weizen, Roggen und Emmer her – geprägt von handwerklichem Können, Verantwortungsbewusstsein und der Leidenschaft für ehrliche Lebensmittel.

Die Qualität unserer Produkte und die Zufriedenheit unserer Kunden stehen für uns ebenso im Mittelpunkt wie ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen unserer Heimat. Deshalb verzichten wir bewusst auf Zusatz- und Konservierungsstoffe und verarbeiten ausschließlich Getreide aus eigenen Flächen sowie von landwirtschaftlichen Betrieben aus Tannheim und den umliegenden Dörfern.

Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern seit jeher Teil unserer Philosophie. Durch die Nutzung von Wasserkraft und Solarenergie wird das Getreide in unserer Mühle klimafreundlich zu Mehl verarbeitet. So verbinden wir traditionelle Handwerkskunst mit einem verantwortungsvollen Blick in die Zukunft.

Warum wir von unseren Produkten überzeugt sind

Das verarbeitete Getreide stammt ausschließlich von landwirtschaftlichen Betrieben der näheren Umgebung und von eigenen Flächen. Lange Transportwege werden so vermieden. Unsere Produkte erreichen den Endverbraucher schnell und direkt.

In unserer Mühle wird das Getreide dank Sonnen- und Wasserenergie klimaneutral zu Mehl verarbeitet. Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern seit Generationen gelebte Praxis. Aus Überzeugung verwenden wir in unserer Mühle keine Zusätze und Haltbarkeitsmittel! 

Besuchen Sie uns und erleben Sie echte Handwerkskunst – authentisch, regional und mit Liebe zur Heimat.

Heute

Das heutige Anwesen besteht aus der Mühle mit Wohnbau, dem Getreidespeicher, einem Ökonomiegebäude und einem Obstgarten. Am Bach vor der Mühle lockt ein kleines Schauwasserrad junge und alte Besucher zum Verweilen an.

2025

Gerd Graf erhält für seine Bemühungen und Verdienste, insbesondere die Gründung des Tourismus-Netzwerkes “Mühlenstraße Oberschwaben” den Anneliese-Schücking-Preis der Gesellschaft für die Erhaltung deutscher Mühlen (DGM).

2023

Die Verantwortung für die Tradition geht in die nächste Generation über. Seit 2023 führt Alexander Graf den Mühlenbetrieb in der sechsten Generation weiter. Er übernimmt damit auch die größte Herausforderung beim Erhalt der Mühle: Den Spagat zwischen Altertum und Neuzeit.

2019

Der Komponist Kurt Gäble komponiert anlässlich des 30-jährigen Dirigentenjubiläums von Kurt Graf und aus Verbundenheit zur Familie Graf die Tannheimer Mühlenpolka. Seit Jahren verbindet Freundschaft beide Seiten, denn sechs Familienmitglieder sind und waren mit Begeisterung aktive Musiker des Musikverein Tannheim.

2003

Das Wasserrad erhält einen Generator und eine Kupplung, mit der das Werk der Mühle abgestellt werden kann. Vorher war es üblich, dass das Wasser ungenutzt den Leerschuss passierte, wenn die Mühle nicht aktiv war. Seit diesem Umbau läuft das Wasserrad 24 Stunden - bei Tag wird gemahlen, bei Nacht regenerativer Strom erzeugt.

1983

Gerd Graf beginnt mit dem verstärkten Anbau und der Verarbeitung von Dinkel. Während dieses ursprüngliche Getreide früherer Zeit in der Region häufig anzutreffen war, legte man im 20. Jahrhundert eher Wert auf besonders helle, teilweise gebleichte Weizenmehle.

1925

Das heutige Lagerhaus wird fertiggestellt. Ursprünglich als neue, eigenständige Mühle geplant, wurden nur noch die Silozellen und die Technik zur Getreideannahme realisiert, weil die Wirtschaftskrise und später mangelnde Zukunftsaussichten die Entscheidungen prägten.

1914

Die heute noch in Betrieb befindlichen Walzenstühle der Firma Wegmann aus Zürich werden eingebaut. Das Zusammenspiel der beiden Schrotwalzen, der Feinriffelwalze und der Porzellanwalze verleihen dem Mehl seinen gleichbleibenden Charakter und eine hohe Qualität.

1905

Josef Graf beschließt den Einbau eines Generators und einer Akkumulatorenbatterie der Maschinenfabrik Esslingen, um die Mühle noch vor dem Bestand eines flächendeckenden Stromnetzes eigenständig mit elektrischer Energie versorgen zu können. Erste schwach glimmende Glühlampen erhellen nun die dunklen Räume.

1884

Xaver Graf junior baut das heute noch in Betrieb befindliche stählerne Wasserrad ein. Dieses ersetzt vier hözerne Wasserräder, die zuvor die Mahlgänge direkt angetrieben hatten. Etwa zeitgleich wird auch die Technik des Werks auf den heute anzutreffenden Stand aufgerüstet.

1850

Der aus Altdorf/Weingarten stammende Müller Xaver Graf senior erwirbt die Mühle in Tannheim, die vormals bis zur Säkularisation 1803 dem Kloster Ochsenhausen zugeordnet war.

1100

Die Mühle wird erstmals urkundlich in Tannheim erwähnt. Sie wurde unter den Mönchen des Klosters Ochsenhausen erbaut und sichterte zusammen mit anderen Mühlen in der Region über Jahrhunderte die Ernährung der Bevölkerung.